Eine Adresse für
Hypnose und Heilpraktik in der Psychotherapie
Hypnose ist eine ganz natürliche Heilmethode, eine Methode ohne schädliche Nebenwirkungen - sie wirkt auf Körper und Geist. Also eine alternative Methode ganz ohne Medikamente, die in jedem Fall immer eine absolute Entspannung und ein Erlebnis ist.
Lesen Sie hier mehr zur Anwendung, Wirkung, Einsatz und Voraussetzungen einer Hypnosetherapie.
In der Regel erfolgt die
Hypnose mit der Hilfe eines Therapeuten, der die Konzentration des Patienten auf
seine Innenwelt lenkt und damit sein Unterbewusstsein aktiviert. Dadurch wird
der Patient in einen anderen Bewusstseinszustand, die sogenannte Trance,
versetzt. Sie führt in einen Zustand, der sich zwischen Wachsein und Schlaf
befindet.
Erst wenn das Bewusstsein
eingeschränkt ist, wird es möglich mit dem „Altgehirn“ zu kommunizieren.
Dies sind die Bereiche im Kopf, die bereits vor der „neueren Intelligenz“ für
die Empfindungen, für die Überlebensstrategien zuständig waren. Diese alten
inneren Bereiche spielen heute, genau wie damals, eine entscheidende Rolle für
unser ganzes Leben, für unser Wohlbefinden. Interessant ist, dass die Hypnose
schon zu allen Zeiten ein wichtiger Bestandteil der Heilungsriten aller Völker
war.
Vielleicht gehe ich mit der These zu weit, wenn ich sage, dass diese alten Hirnregionen unsere unbewussten Empfindungen, Regungen oder Reaktionen regeln, also unser eigentliches Unterbewusstsein darstellen. Dieses hilfreiche Modell würde aber so zumindest ein Verständnis für die Zusammenhänge geben, die bis heute auch unsere besten Wissenschaftler nicht gelöst haben.
Wir wissen, dass die äußeren
Hirnareale neueren Ursprungs sind und dass Kreativität, Verständnis für
komplexe Vorgänge, aber auch Kritikfähigkeit, also insgesamt die moderne
Auffassung von Intelligenz, sich in diesen Hirnregionen abspielen. Als
Hypnotiseur weiß man, dass genau diese Fähigkeiten möglichst eingeschränkt
werden sollten, damit man an die inneren Ressourcen herankommt. Denn dort findet
die Steuerung des Körpers statt, dort werden die Sinneseindrücke verarbeitet,
dort sitzt quasi die tiefe innere Intelligenz.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten
in diese Ressourcen des Unbewusstseins zugelangen. Die Naturvölker machen es
mit bestimmten Ritualen, zum Beispiel mit dem Tanz. Dabei wird durch rhythmische
Bewegungen, monotoner akustischer Begleitung, aber auch durch besondere
Atemtechniken dieser Zustand erreicht. Etwas moderner und nicht so Schweißtreibend,
geht es mit Autosuggestionen beim Autogenen Training, Yoga oder bestimmten
Formen der Meditation.
Eine, in meinen Augen,
wesentlich effizientere Möglichkeit, ist aber die Hypnose. Trotz ihres
„Anwendungsalters“ ist sie immer noch hoch modern, denn sie kommt unseren Wünschen,
kurzfristig und zuverlässig zu helfen, sehr nahe. Sie führt sehr schnell in
diese gewünschten tiefen Entspannungszustände hinein. Sie schaltet das
Bewusstsein quasi ab oder schränkt es zumindest sehr stark ein. Dem Therapeuten
ermöglicht sie dadurch zielgerichtete suggestive Anleitungen zur Heilung.
Den eigentlichen
Hypnosezustand erreicht der Therapeut beim sitzenden oder liegenden Patienten,
z.B. dadurch, indem er ihn bittet, seine Aufmerksamkeit auf einen kleinen
Gegenstand zu fixieren. Durch die gleichmäßige, ruhige Stimme des Therapeuten
tritt dann kurze Zeit später der gewünschte Trancezustand ein. Diese Zeit
nutzt der Therapeut um Probleme anzusprechen oder seelische Konflikte
aufzudecken. Oftmals sind diese unbewusst und können im Wachzustand gar nicht
erinnert werden.
Das Unterbewusstsein oder
auch Halbbewusstsein reagiert also auf Anweisungen oder Anleitungen von außen.
Wir sprechen hier von Suggestionen, die durch mangelnde Kritikfähigkeit, der
„abgeschalteten“ äußeren Bereiche des Gehirns, gut vom Unterbewusstsein
angenommen werden.
Eine Hypnosetherapie
beinhaltet somit immer zwei Teile. Erstens die unterstützende Technik der
Hypnose und zweitens den wirksamen Teil der gewünschten bzw. notwendigen
Suggestionen zur Heilung.
Eine durch die Hypnose
vorbereitete Person (natürlich ist das Einverständnis hier immer
vorausgesetzt), kann von außen herangetragene Vorstellungen bis ins Kleinste
befolgen. Dies geht sogar mit der Methode der Autosuggestion, wobei die
Vorstellungen dann von der Person selbst kommt. Oftmals ist es in der Therapie
sogar angezeigt, auch diese hilfreichen Autosuggestion zu nutzen, damit ein
besseres Vertrauen, eine stärkere oder auch länger anhaltende Wirkung erzielt
wird. Mögliche Methoden dafür sind zum Beispiel fremd- oder selbstbesprochene
Tonbänder bzw. CD’s, die in Absprache mit dem Therapeuten genutzt werden.
Für lang anhaltende und
tief greifende Wirkungen sind Wiederholungen unerlässlich. Mit diesen
Wiederholungen wird die Wirksamkeit wesentlich verstärkt. Deshalb werden
Suggestionen während einer Hypnosesitzung immer öfters wiederholt. Aber auch
die Anzahl der Hypnose-Sitzungen selbst, wird die Wirkung jeweils deutlich
verbessern.
Wenn sich Vorgänge erst
einmal eingeprägt haben, dann geht es immer besser und schneller. So kann zum
Beispiel durch ein einziges Wort, oder auch durch Geesten, schnell ein
Trancezustand erreicht werden. Egal ob bei Fremd- oder Selbsthypnose, die
aufzuwendende Zeit wird dadurch drastisch verkürzt. Aber auch Wirkungen auf das
Nervensystem lassen sich durch diese „verkürzte“ Technik schnell
herbeirufen. Brauchen Sie in einer stressigen Situation Entspannung, dann kann
allein das Zusammendrücken zweier Finger, dieses bewirken.
Wir können davon ausgehen,
dass nur durch die gewollte Vorstellung und durch deren Annahme überhaupt eine
Wirkung möglich wird. Deshalb sprechen erfahrene Hypnotiseure auch davon, dass
jede Hypnose einer Selbsthypnose gleichkommt. Jeder Hypnosetherapeut benötigt
also erst einmal das Vertrauen und die Bereitschaft des Klienten. Selbst bei den
teilweise sehr anschaulichen Show-Hypnosen, wird der Hypnotiseur, immer nur die
anwesenden Personen nutzen, die bereitwillig mitmachen, kritische oder
widerspenstige Personen werden schnell der Bühne verwiesen.
Das Ziel der therapeutischen
Hypnose ist ganz klar die Heilung oder Verbesserung des Gesundheitszustandes und
nicht mehr. Deshalb sollten in den tiefen Zuständen der Hypnose auch nur vorher
abgesprochene Suggestionen verwendet werden. Werden Beeinflussungen vorgenommen,
die gegen den Willen eines Klienten erfolgen, dann ist der Schaden mit
Sicherheit größer als der Nutzen. Hier gibt es seitens des Therapeuten eine
besondere Verantwortung.
Was kann durch die Hypnose im Gehirn verändert werden? Unter anderem das Schmerzgedächtnis, die Schmerzwahrnehmung, das Erinnerungsvermögen, das Körpergefühl, die Verbindungen zwischen den beiden Großhirn-Hemisphären und die Verbindungen zwischen Großhirn und anderen Teilen des Gehirns, die dem Unterbewusstsein zugeschrieben sind. In der Hypnose erfolgt eine Konzentration auf das Wesendliche, da es keine Ablenkung von Außen gibt, denn die Sinnesorgane sind nach innen gerichtet.
Welche Voraussetzungen müssen für eine ethische Hypnose gegeben sein?
Erst einmal das Einverständnis
der zu hypnotisierenden Person. Dann muss der Hypnotiseur auf die persönlichen
Besonderheiten des Klienten eingehen. Dazu bedarf es in der Regel eines einfühlenden Einführungsgespräch vor Behandlungsbeginn.
Der Hypnotiseur muss sich mit der Gefühlswelt und dem momentanen Befinden des
Klienten auseinandersetzen. Er muss wissen wie der Klient die Welt wahr nimmt.
Er sollte wissen was der Klient mag und was nicht. Dem Klienten ist im Vorgespräch
zu erklären, das nichts geschieht, was er im Bewusstseinszustand nicht auch
akzeptieren würde und dass er nichts selbst aktiv tun
muss. Lediglich Ruhe halten sollte er. Eventuell durchzuführende Tests sollen
nur feststellen wie hoch die Bereitschaft
zur Suggestibilität ist und wie weit sich der Klient letztendlich fallen lässt.
In meiner Praxis mache ich
grundsätzlich vor der ersten Tranceinduktion Wachsuggestionen, die mir die
Bereitschaft und das Vertrauen signalisieren.
Das Prinzip dafür ist in etwa immer gleich, man erzeugt zu Beginn eine Erwartungshaltung und kündigt den beabsichtigten Zustand suggestiv an. Mit dem Eintreten löst sich dann die Spannung und gibt den Weg zur Hypnose frei. Die Suggestionen werden akzeptiert, weil sie einfach wahr werden! Die Kritik des Bewusstseins verschwindet, die Ängste lösen sich.
Es gibt unzählige Methoden eine Hypnose einzuleiten. Die klassischen bzw. bekanntesten sind wohl die Fixationsmethode (Fixierung eines Punktes), die Faszinationsmethode (In die Augen schauen). Weniger bekannt z.B. die Zählmethoden (Zahlenfolgen mit Bewegungen der Augen oder Atmung verbinden), Fingerdruckmethode (Hypnotiseur legt von hinten seine Hände auf die Schultern oder auch Finger auf die Stirn und arbeitet mit Druckveränderungen)
Die Phasen einer
Hypnosesitzung gliedern sich herkömmlich wie folgt:
Erstens: Vorbereitung – mit guten
Kontakt und Vertrauensbildung
Zweitens: Konzentration –
Aufmerksamkeit auf Ritual und Worte richten
Drittens: Entspannung – fallen lassen, Worte wirken lassen
Viertens: Suggestionen – werden vom Klienten körperlich oder bildlich
wahrgenommen
Fünftens: Vertiefung – durch mehrfache Wiederholung
Sechstens: Beendigung der Hypnose – Das Wecken erfolgt mit Sorgfalt und Ruhe,
dem Klienten dabei die Zeit geben, vollends wach zu werden.
Über den Ablauf wird der Klient selbstverständlich vorher vollständig unterrichtet.
Es gibt viele Stufen der Hypnosetiefe. Bei der vereinfachten Betrachtung unterscheiden wir jedoch nur drei. Dies ist in der Regel auch vollkommen ausreichend. Diese drei Stufen der Hypnose sind die „leichte“ oder auch „flache“ Hypnose, eine Entspannung mit fast vollem Bewusstsein. Einfache Suggestionen werden zwar angenommen und auch ausgeführt, wie bei der Wachsuggestion, aber in der Regel meint der Klient „er hätte nur mitgemacht“. Therapeutisch lässt sich diese Stufe kaum mehr nutzen als zur Entspannung. Die „mittlere“ Hypnosetiefe ist wesentlich effektiver: Tiefe Entspannung, dadurch tiefere Atemzüge, teilweise begleitet durch verstärkte Schluckaktionen. Alle Suggestionen, die nicht auf Widerstand des Klienten treffen werden angenommen. Auch posthypnotische Aufträge (Abarbeitung nach der eigentlichen Hypnose) sind bereits möglich. Es ist das klassische Stadium der so genannten Heilhypnose. Die „tiefe“ Hypnose ist die absolute Entspannung, wobei das Bewusstsein vollends ausgeschaltet ist. Nach Aufhebung der Hypnose besteht keine Erinnerung mehr, es sei denn dies wird suggeriert. Selbst vollends unlogische Suggestionen können ausgeführt werden. Eine Voraussetzung, für eine derart tiefe Hypnose, ist eine gute Suggestibilität des Klienten und eine starke Persönlichkeit des Hypnotiseurs. Wobei auch hier gilt: Wiederholung und fortwährendes Training wirkt verstärkend.
Diese einfache Dreiteilung der Hypnosezustände ist bereits seit dem Altertum bekannt. Die Zustände gehen fließend ineinander über, sind nicht konstant, ähneln eher einem Auf und Ab.
Die Beendigung einer Hypnose soll immer sehr sorgfältig erfolgen. Hierbei müssen alle Suggestionen, mit Ausnahme der erwünschten Suggestion, wieder aufgehoben werden.
Obligatorisch ist auch das Nachgespräch. Der Klient sollte grundsätzlich befragt werden, ob irgendetwas unangenehm oder beängstigend war.
Es gibt drei grundsätzliche Regeln oder auch Gesetze der Hypnose. Das erste Gesetz lautet: jede bildhafte Vorstellung, die uns erfüllt, hat das Bestreben, sich zu verwirklichen! Das zweite Gesetz sagt: Steht der Wille dem Glauben feindlich gegenüber, dann unterliegt immer und ausnahmslos der Wille! Und das dritte Gesetz heißt: Jede Anstrengung in der Hypnose bewirkt genau das Gegenteil!
Zusammengefasst ist die
Hypnose ein Entspannungszustand, in dem das eigene Unterbewusstsein offen und
greifbar vor einem liegt, aber trotzdem die Verbindung zum Hypnotiseur besteht
(Rapport). Die Erinnerung ist in der Regel aktiv und man behält den Vorgang der
Hypnose weitgehend im Gedächtnis. Man braucht im Zustand der Hypnose keine
Angst zu haben, Geheimnisse auszuplaudern, die man lieber für sich behalten möchte.
Die Kritikfähigkeit ist allerdings deutlich herabgesetzt, aber immer noch
vorhanden. Gibt man z.B. einen Befehl, der gegen die eigenen Werte des Klienten
verstößt, dann bricht die Suggestion und damit die gesamte Hypnose zusammen.
Grundsätzlich geht eine
Hypnose immer in den Wachzustand oder in einen ganz natürlichen Schlafzustand
über. Bedenken, dass man in der Hypnose bleibt, sind absolut unbegründet. Die
Hypnose ist ein ganz natürlicher Zustand und wird täglich bei Übergängen vom
Schlaf ins Wachsein oder umgekehrt durchlaufen.
Worauf beruht die Wirkung der Suggestion? Täglich haben wir es mit fremden oder auch eigenen Suggestionen zu tun. Am wirkungsvollsten sind dabei die „Wenn… dann…“- Suggestionen. Zum Beispiel immer wenn ich abends ein Buch aufschlage, dann fange ich gleich an zu gähnen und werde schlagartig müde" oder „immer wenn ich mich ins Bett lege, bin ich sofort hellwach". Diese oder ähnliche „Wahrheiten“ kennt wohl jeder. Voraussetzung für die Wirksamkeit und das Verinnerlichen dieser Suggestionen ist, dass sie mehrfach hintereinander eingetreten sein muss. Wenn dies geschieht, dann werden diese Suggestionen reflexartig verankert. Man spricht dann von einem Engramm, dem man sich kaum noch alleine entziehen kann. Für solch eine Situation ist die Verknüpfung von Erfolg und Erwartungshaltung entscheidend. Auch beim Suchtverhalten, so zum Beispiel beim Rauchen ist es nicht anders. "Wenn ich rauche, bin ich in der Gruppe angesehen". Die Sucht wird Ritualisiert und diese Situation unterstützt dann die Abhängigkeit. Dies ist dann die psychogene Abhängigkeit, die beim Rauchen mit der körperlichen Abhängigkeit vom Nikotin einher geht. Aber auch Belohnungssysteme, erstärken ein Verhalten enorm und sind ähnlich zu bewerten. Schon der Satz: "Wenn Du das für mich tust, dann gebe ich Dir ..." implementiert solch ein Belohnungssystem. Richtig angebrachte Suggestionen wirken immer, aber sie können genauso schaden, wie eben auch helfen. Eine Basis für eine Erfolgshypnose ist die Perfektion der Vorstellung. Oftmals wird hier von bildhafter Vorstellung gesprochen, was prinzipiell richtig ist, aber genauso trifft dies auch auf alle anderen Eindrücke zu. Perfekte Geruchs-, Berührungs-, Geschmacksvorstellungen helfen genauso wie eine gute bildhafte Vorstellung. Wie bereits oben beschrieben, eine intensive Erwartungshaltung, die Vorstellung, die Wiederholung, der unbedingte Glaube sind der Garant für die Wirksamkeit. Dabei gilt, je stärker die Vorstellung, desto stärker und schneller ist die Wirkung.
Die Hypnose wirkt auf den gesamten Organismus. Zum Beispiel auf Atmung und Puls. Verdauung und Magensaftproduktion, Schweißabsonderung, Menstruationszyklus, Schmerzwahrnehmung, usw. Dadurch kann die Hypnose helfen bei: Zahnbehandlungen, Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion usw..
Der Unterschied zwischen Hypnose und Schlaf liegt darin, dass in der Hypnose eine erhöhte Aufmerksamkeit auf die gegebene Situation besteht. Der Patient hört jedes Wort und jedes Geräusch. Der Patient hat eine geringere Kritikfähigkeit, sein Bewusstsein ist eingeengt (konzentriert auf das Innere) aber er ist wach. Seine zeitliche und örtliche Orientierung ist vorhanden, wenn auch teilweise verzerrt. Seine Erinnerung existiert weiter, sofern nicht anders suggeriert. Der Hypnotisierte ist jederzeit ansprechbar. Im Schlaf dagegen besteht keine Aufmerksamkeit, ist das Bewusstsein ausgeschaltet (blockiert). Ist keine Kritikfähigkeit möglich. Es besteht keine Orientierung. Die Reizaufnahme und die Reizverarbeitung ist blockiert, genauso wie die Erinnerung. Die Person ist nicht ansprechbar.
Zusammenfassung:
Die Hypnose ist keine Magie,
sie ist nicht übernatürlich. Die Hypnose bedient sich normaler Vorgänge im
Gehirn und unterstützt natürliche Heilvorgänge, die hirngesteuert sind.
Hypnose ist kein künstlicher Schlaf. Hypnose ist eine Hilfstechnik, damit
Suggestionen besser wirken. Bei der Fremdhypnose ist der Erfolg immer von zwei
Personen abhängig, vom Hypnotiseur und vom Klienten. Beeinflusst werden können
sowohl leichte Organfunktionsstörungen bis hin zu schweren Erkrankungen –
sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Die
Wirkung hängt stark von der Erwartungshaltung und dem Einverständnis
der Versuchsperson ab. Die Hypnose kann verschiedene Sinnestäuschungen
erzeugen, sowohl positive, also vorher nicht vorhandene, wie auch negative, also
vorher vorhandene. Die Hypnose ist bei fast jedem Menschen möglich – wer
schlafen kann, kann auch hypnotisiert werden, lautet eine uralte Regel. Sie ist
bestimmt kein Allheilmittel aber eine ernorm gute Hilfsmöglichkeit, den
Willen des Patienten zu unterstützen, um den von ihm als gut anerkannten
Weg zu gehen. Z.B. um wieder vollständig gesund zu werden. Allerdings reicht
die Hypnose dafür allein nicht, die angewandten Suggestionen müssen mit
nachfolgenden Handlungen verbunden sein. Die
Motivation des Klienten muss durch die Hypnose so gesteigert werden,
damit alles mögliche getan wird, um den beabsichtigten Zustand hinterher auch
zu erreichen.
Würde dies nicht so
suggeriert, dann würde eine widersprüchlich Situation entstehen. Das
Unterbewusstsein erhält das Bild von der absoluten Gesundheit, im Bewusstsein
wird aber nichts dafür unternommen. Dies begünstigt dann schizophrene und
depressive Gedanken, weil das Gehirn keinen
Ausweg kennt und zu Erfüllung der Vorstellung unternimmt. Die Selbstheilungskräfte
werden so nicht aktiviert.
Es ist also wichtig, dass
das Gehirn auch die Möglichkeit kennt, die Bilder, die in ihm erzeugt wurden,
auch in die Realität umzusetzen. Körper und Geist müssen immer zusammenarbeiten, sonst hilft die beste Hypnose nichts. Die blinde
Erfüllung posthypnotischer Befehle ohne eine entsprechende Erkenntnismöglichkeit
führt in die falsche Richtung. Ständiges - bewusstes Arbeiten daran, immer
besser und gesünder zu werden, Tag für Tag, ohne zu wissen wie, bringt nur
Zweifel, Frust, Krankheiten und Abhängigkeit vom Hypnotiseur.
Das Ziel jeder Behandlung
muss sein, eine möglichst unabhängige Persönlichkeit, frei von Manipulationen
heranzubilden. Die Behandlung sollte den Menschen nicht an seinen
grundlegenden Lebenszielen hindern, an seiner persönlichen Reifung und
Weiterentwicklung.
Wenn Hypnose diese Ziele fördert,
dann ist sie gut. Wenn sie diese Vorgänge allerdings ersetzt oder darauf negativ einwirkt, ist sie abzulehnen.
Deshalb ist es aus ethischen Gründen unerlässlich Aufklärung zugeben und das Einverständnis des Klienten einzuholen. Niemand kann im Voraus alle Auswirkungen der Hypnose auf den gesamten Organismus und auf die Psyche überblicken und genau die positiven oder negativen Wirkungen vorhersagen. Trotz unserer Wissenschaft ist die Hypnose auch heute noch ein große Herausforderung und gleichzeitig ein Abenteuer mit mächtigen Möglichkeiten. Sie gehört meiner Meinung nach nur in die Hand erfahrener Therapeuten, die immer wieder ihre moralische und ethische Integrität überprüfen. Wichtig ist vor jeder Hypnose den Inhalt und das Ziel mit dem Therapeuten eindeutig zu besprechen und festzulegen.